Als ich mich im Herbst 2017 um das Amt als Rudersberger Bürgermeister beworben habe, hat sich der ein oder andere vielleicht gefragt: „Ist der nicht zu jung?“ Ich denke, ich konnte in den vergangenen acht Jahren zeigen, dass es in diesem Amt nicht aufs Alter ankommt, sondern andere Fähigkeiten im Vordergrund stehen.
Da ist zum einen die fachliche Erfahrung, die ich nach meinem Studium und der Tätigkeit bei der Gemeinde Korb in den vergangenen acht Jahren weiter vertiefen konnte. Im Lauf der Zeit gibt es immer wieder Themen, in denen man dazu lernt und sich weiter qualifiziert. Wichtige Bereiche sind hier aus meiner Sicht die Versorgungssicherheit bei Strom und Wasser, sowie die Digitalisierung der Verwaltung. Als Bürgermeister bin ich aktuell Aufsichtsratsvorsitzender des Kommunalwerks Rudersberg (Betrieb und Ausbau von Strom- und Gasnetzen mit unserem Partner Syna), Vorsitzender des Zweckverbands Wasserversorgung Berglen-Wieslauf und des Wasserverbands Wieslauftal (Hochwasserschutz). Um mein Wissen weiterzuentwickeln ist es mir wichtig, auch über den Tellerrand zu schauen. Daher engagiere ich mich im Verwaltungsrat der Landeswasserversorgung und im Mitgliederbeirat des kommunalen Rechenzentrums Komm.One.
2019 und 2024 haben Sie mich mit beeindruckenden Ergebnissen in den Kreistag des Rems-Murr-Kreises gewählt. In der Fraktion der Freien Wähler habe ich zum Beispiel als Sprecher im Umwelt- und Verkehrsausschuss wichtige Kenntnisse und Kontakte für meine Arbeit in Rudersberg erworben. Zudem bin ich auf Kreisebene als stv. Vorsitzender des Zweckverbands Wieslauftalbahn direkt an der Weiterentwicklung des Wiesels beteiligt.
Neben fachlichen Qualifikationen ist für eine erfolgreiche Amtsführung auch die menschliche Komponente entscheidend. Als Bürgermeister trage ich Verantwortung für die über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde. Auch heute, acht Jahre später, sind viele von ihnen älter als ich. Zu Problemen führte das bisher nicht. Ich denke, dies liegt unter anderem an meinem kooperativen Führungsstil: Ich baue auch auf die Erfahrung und Kompetenz der Kolleginnen und Kollegen und weiß, dass ich nicht alles besser weiß.
Mit dem Gemeinderat und den Ortschaftsräten arbeite ich seit meinem Amtsantritt erfolgreich und gut zusammen – weil wir alle das gleiche Ziel verfolgen: Die positive Entwicklung unserer Gemeinde mit allen Ortschaften. Dabei ist es selbstverständlich, dass wir nicht immer einer Meinung sind und diese unterschiedlichen Ideen offen und sachlich besprechen können. Diese Diskussion ist wichtig in einer Demokratie.
Nicht zuletzt ist es mir wichtig aktiv zu kommunizieren. Davon profitieren alle: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Mitglieder des Gemeinderats und der Ortschaftsräte und Sie, die Bürgerinnen und Bürger. Denn es ist klar, als Bürgermeister kann man nicht alle Wünsche erfüllen – gelingt es jedoch die Hintergründe einer Entscheidung zu erklären, wächst die Akzeptanz.