Eine Gemeinde ist niemals fertig, sagt man, und genau so fühlt es sich an. Ich kann durchaus zufrieden auf gemeinschaftlich erzielte Erfolge zurückblicken, denke dabei aber immer auch an offene Punkte und Ziele, die wir noch erreichen wollen. Was für mich besonders wichtig ist, dazu hier meine Gedanken in aller Kürze.
Ein Rudersberg, in dem alle Generationen gut und gerne leben.
In den vergangenen Jahren wurden Kinderbetreuung und Bildungsangebote konsequent ausgebaut. Mit dem Neubau des Kinderhauses Funkelstein und der Erweiterung des Kindergartens Schwalbennest konnte allen Familien ein Betreuungsplatz angeboten werden. Auch in Schulen und Spielplätze wurde investiert – von der Digitalisierung bis zur Sanierung nach dem Starkregen 2024. Für die kommenden Jahre steht die Stärkung des Schulstandorts Rudersberg durch Sanierungsmaßnahmen im Fokus.
Ebenso wichtig sind funktionierende Mobilitätsangebote: Mit der Ortslinie 230 und der Erneuerung der Wieslauftalbahn wurde der öffentliche Nahverkehr verbessert.
Ein bedeutsames Anliegen sind und bleiben zudem der Erhalt und Ausbau der Pflege- und Begegnungsangebote, unter anderem mit dem neuen Seniorenquartier im Wieslauftal und einer geplanten Tagespflege im ehemaligen Alexanderstift.
Eine Gemeinde mit zukunftsfähiger Infrastruktur in allen Teilorten.
Als Flächengemeinde mit zwölf Ortsteilen steht Rudersberg vor besonderen infrastrukturellen Aufgaben. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Straßen saniert und gleichzeitig die Wasserversorgung und das Kanalnetz modernisiert. Ziel bleibt eine kontinuierliche Erneuerung des 160 Kilometer langen Straßennetzes.
Ein Schwerpunkt ist die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung. Nach dem Bau des Wasserwerks Süd in Asperglen soll mit dem geplanten Wasserwerk Nord in Rudersberg künftig eine einheitliche Wasserqualität gewährleistet und die Eigenversorgung gestärkt werden. Auch bei der Kläranlage Michelau wird die Modernisierung fortgesetzt, um künftige gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.
Darüber hinaus möchte ich den gemeindeeigenen Immobilienbestand auf den Prüfstand stellen, um durch gezielte Sanierungen und Verkäufe den langfristigen Erhalt kommunaler Gebäude zu sichern.
Eine nachhaltige Gemeinde, in der Mensch und Natur Platz haben.
Nachhaltige Entwicklung bedeutet, mit den vorhandenen Mitteln verantwortungsvoll zu wirtschaften und gleichzeitig Zukunft zu gestalten. Rudersberg soll sich lebendig und wirtschaftlich stark weiterentwickeln – mit einem ausgewogenen Verhältnis von Wohnbau, Gewerbeflächen und Natur.
Seit 2018 entstanden rund 280 neue Wohnungen, darunter 34 im geförderten Bereich, also mit reduzierten Mieten. Neben Wohnraum für Familien und Senioren wurden Erweiterungen im Gewerbegebiet Fuchshau realisiert, um lokale Betriebe zu stärken.
Klimaschutz und Klimaanpassung sind zentrale Aufgaben, die in einem eigenen Konzept verankert wurden und die nun schrittweise umgesetzt werden.
Mit dem geplanten Gemeindeentwicklungskonzept Rudersberg 2035 möchte ich die Grundlage für eine langfristig nachhaltige Entwicklung schaffen, auch als Basis für die Fortschreibung unseres Flächennutzungsplans.
Ein Ort, der vor Gefahren schützt und ein sicheres Leben ermöglicht.
Das Starkregenereignis 2024 hat deutlich gemacht, wie wichtig funktionierende Hochwasser-Schutzmaßnahmen und moderne Einsatzstrukturen sind. Mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens in Oberndorf und einer digitalen Informationsplattform zum Thema Starkregen wurden bereits wichtige Schritte umgesetzt. In einem nächsten Schritt möchte ich das bestehende Hochwasserschutzkonzept fortschreiben und passgenaue Maßnahmen für die Zukunft entwickeln.
Ein zentrales Zukunftsprojekt für unsere Gemeinde ist das neue Rettungszentrum für Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz – ein Meilenstein für Sicherheit, Ausstattung und Zusammenarbeit der Einsatzkräfte.
Kurz & knapp: Sieben große Vorhaben für die nächsten Jahre