Das Starkregenereignis vom Juni 2024 hat tiefe Spuren hinterlassen. An Straßen, Brücken und Gebäuden in unserer Gemeinde, aber auch und vor allem bei uns Menschen. Ein solches Unglück zu verarbeiten und aufzuarbeiten braucht Zeit.
Beim Blick zurück kommen in uns allen schlimme Bilder und Erinnerungen hoch. Bei aller Anstrengung und Trauer, die mit diesem Tag verbunden sind, überwiegt bei mir mittlerweile aber der Stolz. Der Stolz auf unsere Gemeinde, auf die Rudersbergerinnen und Rudersberger, auf die Einsatzkräfte, Landwirte und Unternehmer und auf die vielen ehrenamtlichen Helfer aus nah und fern. Der Zusammenhalt im Angesicht der Krise war unsere große Stärke.
Gemeinsam konnten wir zahlreiche Herausforderungen bereits meistern: Hallen und Sportplätze sind wieder instand gesetzt, der Kindergarten Schwalbennest ist wieder im Pappelweg eingezogen, die Sanierungsarbeiten in der Grundschule Schlechtbach laufen nach Plan, Geschäfte und Privathaushalte wurden saniert.
Doch es gibt auch noch viel zu tun: Straßen und Brücken müssen instand gesetzt werden, die Pflege und Unterhaltung unserer Gewässer stellen eine fortwährende Aufgabe dar. Sobald die neuen Hochwassergefahrenkarten vorliegen, möchte ich gemeinsam mit dem Gemeinderat eine Fortschreibung des bestehenden Hochwasserschutzkonzepts in Auftrag geben. Auf dieser Basis werden wir dann in den nächsten Jahren den Hochwasserschutz im Wieslauftal weiter verbessern.
Mein Wunsch und mein Ziel sind, das Gemeinschaftsgefühl, das wir angesichts der Katastrophe gezeigt haben, im Alltag weiterleben zu lassen. Dann sind wir bereit und gestärkt für eine gute Zukunft.