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Vielleicht wundert es manche, dass junge Leute sich für eine Verwaltungslaufbahn entscheiden. Mir war aber schon früh klar, dass ich diesen Weg gehen möchte. Im Laufe der Jahre ist der Wunsch gewachsen, Bürgermeister zu werden. Was mich an diesem Beruf reizt, ist die Möglichkeit, zu gestalten, dabei voranzugehen und doch stets Gemeinderat und Bürgerschaft mitzunehmen. Ich tausche mich sehr gern mit Menschen aus und kann mich dabei für viele Themen begeistern. Hinzu kommt – und das ist für ein Amt an der Spitze einer Gemeinde unerlässlich: Dank Studium und Berufserfahrung bringe ich das nötige Fachwissen mit. In meiner aktuellen Position arbeite ich engstens mit dem Bürgermeister zusammen und weiß, welche Herausforderungen ein solch herausgehobenes Amt mit sich bringt. Und, das muss ich wegen meines jungen Alters wohl betonen: Seit fünf Jahren trage ich Personalverantwortung, aktuell für rund 160 Mitarbeiter. Wenig überraschend: Die meisten sind älter als ich. Zu Problemen führte das bisher nicht. Ich denke, dies liegt unter anderem an meinem kooperativen Führungsstil: Ich baue auch auf die Erfahrung und Kompetenz der Kollegen und weiß, dass ich nicht alles besser weiß.    

"Ich bin sicher, dass Raimon Ahrens ein guter Bürgermeister sein wird"

Einer, der sehr gut weiß, was Raimon Ahrens auszeichnet, ist Jochen Müller, Bürgermeister von Korb – der Mann, der ihm gemeinsam mit dem Gemeinderat die Verantwortung für das Haupt- und Ordnungsamt seiner Gemeinde übertragen hat. Im Interview erzählt er, was seinen Mitarbeiter auszeichnet.

Jochen Müller, als Bürgermeister von Korb sind Sie derzeit der Chef von Raimon Ahrens. Verraten Sie uns doch mal ein wenig über ihn.  

Herr Ahrens ist strebsam, belesen, bei jeder Aufgabe mit vollem Engagement dabei und immer gut vorbereitet. Er ist sehr kommunikativ und gesellig – und er hat das Talent, früh zu erkennen, wo Probleme entstehen. 

 

Das klingt sehr positiv. Hat er keine Schwächen?

Jeder hat Schwächen. Aber bei Herrn Ahrens überwiegen die Stärken deutlich. Er hat bei uns eine bemerkenswerte und erfolgreiche Karriere hingelegt. Auch der Gemeinderat ist überzeugt von ihm. Dieser hat ihm immer wieder neue Chancen eröffnet, die Ahrens auch ergriffen hat.

 

Zum Beispiel?

Zuletzt hatten wir die Situation, dass wir Haupt- und Ordnungsamt zusammengelegt und nach einem Leiter gesucht haben. Nach einem Chef für 160 Mitarbeiter. Da hat der Gemeinderat gesagt: Die Stelle schreiben wir nicht aus. Das soll der Ahrens machen.  

 

Wenn er so toll ist, warum lassen Sie ihn dann gehen? 

Was soll ich denn machen? Es wäre doch falsch, ihm Steine in den Weg zu legen. Mir war schon lange klar, dass er das Amt des Bürgermeisters anstrebt. Und ich bin sicher, dass er ein guter Bürgermeister sein wird. 

 

Und das Alter? Ist er nicht noch ein
wenig jung? 

(Lacht.) Das wird doch von Tag zu Tag besser. Aber im Ernst: Ich habe sehr viele Kollegen hier in der Gegend, die genauso jung oder sogar noch jünger waren, als sie ins Amt gekommen sind. Und die haben das alle prima hingekriegt. Entscheidend ist doch nicht, wie alt Du bist, sondern wie erfahren und wie talentiert. Und Erfahrung sowie Talent hat Herr Ahrens. 

 

Wichtig ist aber auch, wie ältere Mitarbeiter auf so einen jungen Chef reagieren.

Das stimmt. Und da muss er einfach durch seine Art überzeugen und die Mitarbeiter gut führen. Hier bei uns hat er das sehr gut hingekriegt – bei 160 Frauen und Männern. Und wenn er die Wähler von seinen Stärken überzeugen kann, wird er das auch in der Verwaltung hinkriegen.